Washington D.C.

Freitag, den 14.08. 2015
Heute beginnt die nächste Etappe unserer Reise. Wir fahren mit dem Greyhound nach Washington D.C. Am Montag werden wir in Baltimore, es liegt etwas nördlich von D.C., unseren Bus aus dem Hafen abholen.
Am Nachmittag kommen wir in D.C. an. Der Bus hält in der großartigen Union-Station. Hier halten Bus, Bahn und auch die U-Bahn in D.C. Der Bahnhof ist sehr prächtig. Viel Klassizismus, Claudia liest die lateinischen Inschriften und staunt über so viel Kultur und Sachkenntnis bzgl. der Antike. Ich bin guter Hoffnung, dass sie sich doch noch mit den Amerikanern anfreundet. Soviel Vorbehalte bei einer Lady aus Zehlendorf im Amerikanischen Sektor, wer hätte das gedacht.

Union-Station in D.C.

Union-Station in D.C.


Union-Station in D.C.

Union-Station in D.C.

Der Bahnhof liegt nicht weit weg vom Kapitol, dem Haus des Senats und der Repräsentanten der US-Bundesstaaten.
Wir fahren jedoch erstmal ins Hotel. Der Taxifahrer kennt es nicht und mutmaßt, dass es sehr schlecht sein muss. Zum Glück war das nur Taxifahrergeschwätz… das Auto bewegte sich im Übrigen fast so vorwärts wie Armin Müller-Stahl in Night on Earth.
www.youtube.com/watch?v=wEdN0pcSxkU
Das Hotel liegt in einer schönen Gegend und ist sehr gut für uns. Im Souterrain gibt es eine Bierkneipe mit gefühlten 99000 Sorten Bier on Tape und in der Flasche. Alles Microbrewery und organic. Ich probiere diese natürlich mal. Aber Bier mit Pfeffergeschmack im Abgang oder Orangenflavour im Bouquet, und damit meine ich nicht die Blume, so was gibt es auch nicht, ist doch nicht so meine Sache. Die abendliche Comedie-Show im Hotel scheint sehr lustig zu sein. Wir verzichten vorerst darauf und spazieren durch Washington.

Washington ist so ungefähr das Gegenteil von N.Y.C. Das Straßenleben ist extrem entspannt, alle Leute scheinen gerade mit irgendwelchen Freizeitbeschäftigungen zu tun zu haben. Und sind ansonsten recht ordentlich gekleidet. Unser Viertel ist so eine Art klassisches viktorianisches Quartier mit Vorgärten und kleinen Läden an der Hauptstraße. Gleich um die Ecke ist die Embassy-Row, d.h. eine Straße mit sehr vielen Botschaften. Man sieht eigentlich kaum Polizei. Zu Abend essen wir unser Hasenbrot von der Busfahrt in einem schönem Parkt durch den der Rock Creek fließt.

Samstag, den 15.08.2015
Heute wird es anstrengend, die Hauptstädter erkunden die amerikanische Hauptstadt, das wird kein Spaziergang. Aber zuerst laufen wir im zauberhaften Tal des Rock Creek, man möchte das Flüsschen auch mit dem Kajak erkunden. Durch das Flusstal führt auch noch, nach schöner amerikanischer Sitte, ein Parkway. Also zwei Spuren in jede Richtung, auf denen man durch eine wirklich schöne Landschaft fahren kann. Na wenn das nicht Autokultur ist.
Ansonsten wird hier viel gelaufen, es sind vor allem Frauen. Am Sonntagmorgen war ich dann gleich nochmal unterwegs, da tauchten sie dann alle im Rudel auf, jeweils mit einem Guide an der Spitze. Bestimmt alles ehemaliger Olympiasieger. Was die spezielle Jogger-Ausrüstung angeht, waren sie uns natürlich allesamt haushoch überlegen.

Unsere Hauptstadterkundung begann mit einem Besuch im Museum der National Geographic. Es war leider weit weniger als es zu sein schien oder ich mir vorstellte. Es gab eine Ausstellung über „Monsterfische“ und über Archäologie, wobei Indianer Jones zur inhaltlichen Auflockerung diente. Gregor, wir hätten mit deinen Buben viel Spaß gehabt. Claudia war etwas empört, der Spaß war nicht billig und ich wollte da unbedingt rein…
Also musste es nun etwas flotter vorangehen, wir fuhren mit der U-Bahn zum Kapitol. Ein gewaltiges Gebäude mit einer Kuppel für die die Kuppel des Petersdom in Rom Pate stand. Leider wird die Kuppel gerade von außen saniert, so dass die Fotos eher Work in Progress zeigen.

Capitol in D.C.

Capitol in D.C.


Capitol in D.C. von Westen

Capitol in D.C. von Westen


Innen gibt eine Ausstellung und sehr viel mehr. Aus dem „sehr viel mehr“ wählten wir die Kantine. Eine gute preiswerte Küche, es speisen Leute aus aller Welt. So etwas wünsche ich mir im Deutschen Bundestag. Da würde ich dann auch öfters mal meine Mittagspause verbringen.

Die Mal, von der das Kapitol die östliche Begrenzung bildet und das Lincoln Denkmal die westliche, bietet jede Menge bedeutender Museen, wir haben uns an dem Tag für den Besuch der National Galerie entschieden.

National Galerie

National Galerie


Auch die National Galerie ist ein gewaltiger klassizistischer Bau mit einer großen Zahl von Bildern und Plastiken aus aller Welt. Man sieht viele europäische Meister und wandelt durch alle Epochen und Regionen, vor allem Europas.
Hermes, Brunnenfigur in der Rutunde der National Galerie

Hermes, Brunnenfigur in der Rutunde der National Galerie


Nach einem ca. dreistündigen Museumsbesuch sind wir dann langsam in Richtung Hotel gelaufen und gefahren. Zum Abend wollten wir unser Quartier erkunden.

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