Bericht: Yellowstone Nationalpark

Nach einer frostigen Nacht im Süden des Yellowstone Nationalpark fahren wir am nächsten Morgen zum Grand Village und bekommen dort einen Platz für zwei Nächte. Da haben wir richtig Glück, denn es ist noch ziemlich voll im bekanntesten aller US-Nationalparks.
Am Vorabend konnten wir auf dem Campingplatz am Yellowstone Lake keinen Platz bekommen, da unser Camper ein Aufstelldach als Zelt hat und wir darauf auch nicht verzichten wollten. Die Ranger erklärten uns, dass wir mit dem Dachzelt nicht auf den Zeltplatz können, da die Bären gerne einen Pfad nutzen, der quer über den Zeltplatz geht. Hier dürften nur Wohnmobile mit festen Wänden bleiben… und vermutlich einer Innentoilette.
Vor Bären wird überall gewarnt, sie lauern hinter jedem Baum, obgleich wir keinen sahen. Dafür gibt es überall prima Bärenspray. Das ist so eine Art Pfefferspray mit erweitertem Pfeffernebel. Er reicht ziemlich weit und soll die Tierchen beizeiten stoppen. Man kann das Spray auch mieten. Die Bärensprayverkäufer/Vermieter lauern ebenfalls an jeder Ecke.

Der Yellowstone Nationalpark liegt auf einer großen Magmablase, die jede Menge schöner vulkanischer Erscheinungen verursacht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Yellowstone-Nationalpark

Wir fahren zum bekanntesten und einem der weltweit größten Geysire, dem Old Faithful. Rings um den Geysir gibt es viele kleinere Geysire und heiße Quellen mit zauberhaften mineralischen Ablagerungen.
Die Geysire werden vom Grund- und Regenwasser gespeist, welches sich über der Magmablase in Kammern erhitzt und mehr oder minder regelmäßig als Dampf- und Wasserfontaine aufsteigt. In den heißen Quellen strömt das Wasser permanent.

Heiße Quelle im Yellowstone NP

Heiße Quelle im Yellowstone NP

Geysir im Yellowstone NP

Geysir im Yellowstone NP

Geysir im Yellowstone NP

Geysir im Yellowstone NP

Geysir im Yellowstone NP

Geysir im Yellowstone NP

Wir machen einen tollen Spaziergang. Besonders schön sind die bunten mineralischen Ablagerungen in den heißen Quellen. Die in der Tiefe gelösten Minerale erkalten an der Wasseroberfläche wieder und lagern sich am Rand der Quellen ab.

Heiße Quelle im Yellowstone NP

Heiße Quelle im Yellowstone NP

Später sehen wir noch den „Ausbruch“ des Old Faithful, gemeinsam mit Hunderten anderer Besucher sitzen wir im Rund um den Geysir und staunen…

Fontaine des Geysir Old Faithful im Yellowstone NP

Fontaine des Geysir Old Faithful im Yellowstone NP


Am Nachmittag genießen wir das Bad in einem Fluss, in dem heiße Quellen austreten. So hat dieser ansonsten eiskalte Gebirgsfluss eine angenehme Badetemperatur.
Claudia mit Basecap, schon gut assimiliert

Claudia mit Basecap, schon gut assimiliert

Am nächsten Tag fahren wir zum Yellowstone River, der dem Nationalpark seinen Namen gab. Er mündet in den Missouri River. Im Nationalpark formt er unter anderem den Grand Canyon of the Yellowstone. Hier fließt er in drei Wasserfällen zu Tale. Der Canyon, steng genommen ist es eher ein V-förmides Tal, welches tief in das Vulkangestein geschnitten ist, leuchtet gelb, daher der Name.

Canyon des Yellowstone River

Canyon des Yellowstone River


Fall des Yellowstone River

Fall des Yellowstone River

Der Anblick ist wirklich grandios. Die Lower Falls sind 94 Meter hoch und damit fast doppelt so hoch wie die der Niagarafälle. Dahinter fließt der Fluss tief unten in seinem Bett. Man könnte fast meinen, es sei ein größerer Bach.

Regenbogen an den Yellowstone Falls

Regenbogen an den Yellowstone Falls

Yellowstone Falls

Yellowstone Falls

Bei der Anfahrt zum Fluss sehen wir immer wieder Buffalos, die in der weiten Landschaft grasen. Sie wirken geradezu relaxt und nehmen scheinbar keine Notiz von den vielen Besuchern, die stehen bleiben und die stolzen Tiere fotografieren. Wenn sich ein Bulle mal auf die Straße stellt oder seine Herde am Straßenrand grast, steht der Verkehr.

Buffaloherde im Yellowstone NP

Buffaloherde im Yellowstone NP

Buffalos und tollkühne Hobbyfotografen

Buffalos und tollkühne Hobbyfotografen


Es gibt mehrere Gebiete im Westen der USA, wo noch wilde Buffalos leben, der Yellowstone Nationalpark ist ein Ort, wo man sie nicht übersehen kann. Ich finde diese stolzen und gefährlichen Tiere toll.
Buffalobulle

Buffalobulle

Von weitem sehen wir immer wieder große Rauchfahnen. Die Ranger sagen uns, dass diese Waldbrände unter Kontrolle sind. Die Spuren vergangener Waldbrände sind nicht zu übersehen. Immer wieder sehen wir abgebrannte Gebiete, in denen sich das junge Grün durch die Asche arbeitet.

Waldbrand im Yellowstone NP

Waldbrand im Yellowstone NP

Am dritten Tag im Yellowstone fahren wir ganz in den Norden des Nationalparks an die Grenze zu Montana und besichtigen die Sinter-Terrassen in Mammoth Hot Springs.
Hier fließt ca. 70 °C heißes Wasser mit einem sehr hohen Kalk- und Mineralienanteil, der dann beim Austritt des Wassers ausfällt. So bilden sich große Terrassen, die nachfolgend von Algen und Bakterien besiedelt werden. Dies führt zu verschiedenen Farben, die den Terrassen einen besonderen Reiz geben. Entlang eines Hanges wandern wir auf Stegen abwärts durch eine weiße Landschaft.

Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Detail Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Detail Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Detail Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Detail Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Detail Kalksinterterrasse in Yellowstone NP

Detail Kalksinterterrasse in Yellowstone NP


Etwas Ähnliches gibt es auch im türkischen Ort Pamukkale. Wir waren 2006 dort. Früher hing in jedem zweiten türkischen Imbiss in Berlin ein vergilbtes Fotos von Pamukkale.

Am frühen Abend entschließen wir uns, den Park zu verlassen. Wir fahren in Richtung Westen und wollen dann weiter nach Idaho und Oregon.

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