Bericht: Washington D.C. die Zweite

Am Sonntagvormittag sind wir eigentlich zum Brunch mit Herrn Obama im Weißen Haus eingeladen. Leider haben wir uns verspätet. Man bietet uns einen Termin am Nachmittag an, das passt leider nicht. Also verzichten wir.

White House, Washington D.C.

White House, Washington D.C.

Wir sind dann zu den Denkmalen für den Korea- und den Vietnam Krieg gegangen. Beide sind sehr beeindruckend. Jeweils anders, aber immer nicht heroisch und verklärend, eher bedrückend und aus der Perspektive der zu ehrenden Soldaten. Das Vietnamdenkmal ist die Auflistung aller US-Opfer und Vermissten entlang einer langen, in den Boden eingelassenen Mauer. Man geht die schwarze Mauer entlang und blickt auf eingravierte Namen der Toten, die schiere Zahl lässt einen verstummen. Und es ist nur die eine, die kleinere Hälfte der Opfer dieses Krieges.

Denkmal für den Vietnamkrieg

Denkmal für den Vietnamkrieg

Ich fand einen schönen Kommentar im Spiegel von 1985 dazu: www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512807.html

Das Denkmal für den Korea-Krieg zeigt eine Gruppe Soldaten, die in Kampfmontur, erschöpft und unsicher durch ein scheinbar unsicheres und unbekanntes Gelände gehen. Sie schauen müde und angespannt. Es kann jeden in jedem Moment treffen. Hier kann man das individuelle Leid sehen und spüren. Es sind keine Helden- oder Siegerposen. Jeder einzelne steht mit seinem Leben dort und es scheint kein Zurück mehr zu geben. Es wirkt sehr beklement.

Denkmal für den Koreakrieg

Denkmal für den Koreakrieg


Später bin ich noch zum National Museum of American Indian gegangen und habe Claudia dann im Pei-Neubau der Nationale Galerie getroffen.

   
   

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