Bericht: Spooky Gulch & Hurricane Wash

Auf unserem Weg nach Süd-Westen besuchen wir nun den Canyon Lands National Park https://de.wikipedia.org/wiki/Canyonlands-Nationalpark. Hier waren wir einen Tag. Wir haben eine Wanderung gemacht und den nördlichen Teil des Parks von unserem „Panorama-Bus“ aus erkundet. Auch hier bietet sich wieder Blicke in den breiten Canyon des Colorado-River, dazu gibt es Arches, freistehende Säulen und anderes.

Dirty road im Canyon

Dirty road im Canyon


Arch im Canyon Land NP

Arch im Canyon Land NP


"Durchblick"

„Durchblick“


Blick in den Canyon mit "Zeugenberg"

Blick in den Canyon mit „Zeugenberg“


Schichtstufen im Canyon

Schichtstufen im Canyon

Capitol Reef National Park
Von dort fuhren wir weiter zum Capitol Reef National Park https://de.wikipedia.org/wiki/Capitol-Reef-Nationalpark. Auf einer schönen Wanderung kannn man Felszeichnungen der indianischen Fremont-Kultur betrachten. Bei Sonnenuntergang haben wir tolle Fotos machen können und haben uns dann später einen Übernachtungsplatz außerhalb des Parks gesucht.

Felszeichnungen

Felszeichnungen


Höhlenfee

Höhlenfee


Schichtung im Sandstein

Schichtung im Sandstein


Abendstimmung

Abendstimmung


Abendstimmung

Abendstimmung


Bus wirft Schatten

Bus wirft Schatten


Übersicht zu den National Parks der Region

Übersicht zu den National Parks der Region

Das Ziel für die nächsten Tage war der Grand Staircase Escalante National Monument https://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Staircase-Escalante_National_Monument. Der Weg dahin führte uns durch den Dixie National Forest. Dieser National Forest verbindet mehrere Parks bzw. National Monuments in der Region und bietet ebenfalls sehr attraktive Ausflugsziele. Hier ist das freie Kampieren erlaubt. Wir hatten eine sehr schöne Fahrt. Es ging bis auf 2400 Meter hoch, im zweiten und gelegentlich im ersten Gang geht auch das. Wir wollen ja noch in die Anden…

Impression im Dixie National Forest

Impression im Dixie National Forest


Impression im Dixie National Forest

Impression im Dixie National Forest


Straße im Dixie National Forest

Straße im Dixie National Forest

Grand Staircase Escalante National Monument
Gegen Mittag erreichten wir den Grand Staircase Escalante National Monument. Dieser relativ neue Park ist ein Bindeglied zwischen dem Bryce Canyon, dem Capital Reef National Park und dem Grand Canyon in Arizona. Hier wollen wir etwas länger bleiben und mal die Rücksäcke packen.
Da es noch zu früh ist, um auf dem Campingplatz unterzukommen, fahren wir direkt auf der Hole in der Rock Road https://de.wikipedia.org/wiki/Hole-in-the-Rock-Trail in den Park, um zur Spooky Gulch zu kommen.
Zum erstem mal haben wir keine feine Asphaltstraße mit alle Drum und Dran. Wir fahren auf einer Waschbrettpiste. D.h. die Straße besteht aus Sand und festem Schotter, der sich in feinen Rinnen quer zur Fahrbahn abgesetzt hat.

Waschbrettpiste

Waschbrettpiste


Es kracht und scheppert, wir haben Sorge, dass jedem Moment der Bus zusammenfällt. Auf solchen Straßen fährt man entweder 70 Km/h oder schneller, dann schwebt man gleichsam über die Piste. Oder man fährt gaaaaaaaaaaanz langsam. Maximal im 2. Gang, dann stellt sich eventuell das Gefühl ein, dass dies die schonendste Art für Mensch und Material ist. Wir fahren 30 Km auf diese Weise, zum Glück gibt es viel zu sehen. Wenn uns dann mal wieder ein Offroad-Fahrzeug überholt oder entgegenkommt, müssen wir schnell die Fenster schließen, der Staub kommt in dicken Wolken rein und setzt sich überall ab. Der Abzweig zur Spooky Gulch ist dann noch etwas delikater. Wir bleiben am ersten Parkplatz stehen und laufen weiter. Der Weg bis zum Einstieg zur Wanderung ist noch abenteuerlicher. Wir sehen mit Interesse zu, wie andere die Piste mit ihren tiefen Rinnen meistern.
Landschaft im Grand Staircase-Escalante National Monument

Landschaft im Grand Staircase-Escalante National Monument

Die Spooky Gulch ist ein Slot Canyon, die es vor allem auf dem Colorado Plateau gibt. Flash Floods (Sturzfluten) fräsen in den weichen Standstein tiefe schmale Canyon. Die Sturzflut schleift in den Stein eine Welle, die Canyons können einige Meter tief und mehrere Hunderte Meter lang sein.
Der Einstieg ist oft schmal und führt schnell in die Tiefe. Der Ausstieg ist deutlich größer. Der deutsche Begriff Klamm kommt einem Slot Canyon am nächsten. Die typische Wellenform habe ich in einer Klamm jedoch noch nicht gesehen.

Nach einem Abstieg folgten wir einem trockenen Flusstal, von dem dann der Einstieg in die Spooky Gulch abging. Wir gingen entgegen der Fließrichtung, d.h. es war es sehr bequem, dann wurde es immer enger. Bis man sich nur noch seitlich fortbewegen konnte und den Rucksack in der Hand tragen musste. Von oben sah man Licht, es blieb immer etwa schummerig.

Spooky Gulch

Spooky Gulch


Spooky Gulch

Spooky Gulch


Spooky Gulch

Spooky Gulch


Spooky Gulch

Spooky Gulch


Spooky Fee

Spooky Fee


Kleine Kletterei

Kleine Kletterei


Vor dem Betreten eines Slot Canyon sollte man den Wetterbericht studieren. Wenn jetzt eine Sturzflut einsetzt, würde uns eine Schlammlawine niederwalzen, der man nicht entkommen kann.
Aus sicherer Entfernung würde ich gerne mal sehen, wie so eine Schlammlawine die Landschaft verändert, aber besser nicht jetzt.

Das Wetter ist gut, wir krabbeln weiter die Spooky Gulch hinauf. Sie wird immer enger und führt langsam nach oben. Beim Ausstieg steigen wir dann aus einer „Spalte“ im Boden. Dann gehen wir noch in die Peek-a-boo Gulch, die sehr schnell größer wird und einen tollen Ausstieg hat.

Oberer Einstieg in die Peek-a-boo Gulch

Oberer Einstieg in die Peek-a-boo Gulch


Oberer Einstieg in die Peek-a-boo Gulch: Weg isse...

Oberer Einstieg in die Peek-a-boo Gulch: Weg isse…


In der Peek-a-boo Gulch

In der Peek-a-boo Gulch


In der Peek-a-boo Gulch

In der Peek-a-boo Gulch


In der Peek-a-boo Gulch

In der Peek-a-boo Gulch


In der Peek-a-boo Gulch

In der Peek-a-boo Gulch


Ausstieg bzw. Ablauf der Peek-a-boo Gulch

Ausstieg bzw. Ablauf der Peek-a-boo Gulch


Das war schon mal sehr spannend. Wir sind neugierig geworden und wollen mehr davon.

Der Rückweg über die „Hole in the Rock Road“ nervt gewaltig. Ich sorge mich um die Achsen des Busses und hoffe, die Schraubensicherungen an den Achsen und anderswo halten.
Ein kleiner Abstecher in den Devils Garden verschafft uns eine kleine Pause. Ich würde diese Felsformationen eher Dentist‘s Garden nennen. Die Amerikaner mögen es gerne etwas dramatische.

Dentist‘s Garden

Dentist‘s Garden


Dentist‘s Garden

Dentist‘s Garden


Dentist‘s Garden

Dentist‘s Garden


Dentist‘s Garden

Dentist‘s Garden

Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen RV-Park in Escalante. Wir freuen uns über die Dusche und können den Wüstenstaub abspülen.

Am Dienstag, den 22.09.2015, lassen wir es ruhiger angehen. Wir bleiben auf dem RV-Park, besorgen einige Dinge und informieren uns über eine Wanderung in der Coyote Gulch für die nächsten zwei Tage. Da wir unseren Bus schonen wollen buchen wir einen Jeep samt Fahrer, der uns am nächsten Tag zur Einstiegsstelle der Wanderung bringt und uns dann einen Tag später an einem verabredeten Ausstieg wieder abholt.

Dirty Road Cab

Dirty Road Cab


Am Morgen brausen wir mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit über die Waschbrettpiste, ca. 50 Meilen pro Stunde und mehr, hinter uns eine dicke Staubfahne. So fahren wir mehr als 1,5 Stunden, dick angezogen in dem offenen Fahrzeug. Der Wagen zieht souverän seine Bahn. Das gefällt uns. Ein richtig geländegängiges Fahrzeug wäre für unsere Reise auch gut gewesen.

Wir fahren bis zur 45 Miles Road, biegen dort ab und folgen der Straße noch ein wenig. Dann verabschieden wir uns und beginnen die zweitätige Wanderung durch die Coyote Gulch. Erst geht es über ein Plateau, bevor wir nach einer kleinen Kletterei in den Canyon der Coyote Gulch runtersteigen. Ein munterer Bach, dem wir nun den ganzen Tag folgen. Er ist jedoch trüb von Sedimenten, zum Glück kommen immer wieder Schichtquellen aus dem Gestein, so dass wir uns erfrischen und unsere Wasservorräte auffüllen können.

Claudia auf dem Hochplateau

Claudia auf dem Hochplateau


Blick vom Rand des Plateaus hinunter

Blick vom Rand des Plateaus hinunter


Abstieg über Crack in the Wall

Abstieg über Crack in the Wall


Close up am Crack in the Wall

Close up am Crack in the Wall


Terrasse beim Abstieg zur Coyote Gulch mit Stevens Arch

Terrasse beim Abstieg zur Coyote Gulch mit Stevens Arch


Coyote Creek in der Coyote Gulch

Coyote Creek in der Coyote Gulch


Coyote Creek in der Coyote Gulch

Coyote Creek in der Coyote Gulch


Boofe in der Coyote Gulch

Boofe in der Coyote Gulch


Coyote Natural Bridge

Coyote Natural Bridge


Coyote Natural Bridge und temporäre Brücke

Coyote Natural Bridge und temporäre Brücke


Durchbruch des Coyote Creek

Durchbruch des Coyote Creek

Die Nacht haben wir in der Nähe des Jakob Arch verbracht. Unter uns der hier breite und flache Bach und über uns eine halbrunde Wand von ca. 70 Metern.

Nachtlager auf der Terrasse über dem Bach

Nachtlager auf der Terrasse über dem Bach


Nachtlager mit Sicht auf die Wand über dem Bach

Nachtlager mit Sicht auf die Wand über dem Bach


Jacob Hamblin Arch

Jacob Hamblin Arch


Rückseite des Jacob Hamblin Arch am Morgen

Rückseite des Jacob Hamblin Arch am Morgen

Am Morgen folgen wir noch etwas der Coyote Gulch, bis wir dann an der Mündung des Hurricane Wash diesem bachaufwärts folgen. Binnen kurzem ist diese Bach nur noch ein Rinnsal und dann nicht mehr zu finden. Wir folgen seinem ausgewaschenem und trockenem Bett und gelangen so aus dem Canyon heraus. Auf dem Plateau ist die Orientierung schon schwerer. Der Weg wird nicht oft begannen, wir trafen nur wenige andere Wanderer. Wir sind früh dran, da wir pünktlich sein wollen. So suchen wir uns einen schattigen Platz, immerhin sind es fast 40 °C. Unser Cabdriver hat angekündigt, dass er nur eine halbe Stunde warten würde. Falls wir zu spät kommen müssten wir eine weitere Nacht in der Wüste verbringen.
Aber alles klappt und erschöpft und auch etwas stolz steigen wir „auf“ den Jeep und düsen vor einer Staubwolke in Richtung Zivilisation.

die letzten Meter...

die letzten Meter…


glotzender white-tailed Jackrabbit

glotzender white-tailed Jackrabbit


Ziel erreicht

Ziel erreicht

Wer mehr Details über diese tolle Wanderung und die Gegend wissen will, wird hier eine gute Beschreibung und tolle Fotos finden: http://www.synnatschke.de/cg/cg.html

Der nächste Tag, Freitag, der 25.09.2015 ist ein besonderer: Jakob hat Geburtstag. Wir erreichen ihn. Die Familie sitzt bei Stefano, es gibt Omas Geburtstagskuchen und Kaffee. Und wir sind zumindest per Telefon dabei.

Bryce Canyon
Dann haben wir den freundlichen Zeltplatz und Ort Escalante verlassen und sind weiter in Richtung Bryce Canyon gefahren. Gegen Mittag haben wir den National Park erreicht. Hier muss man wieder Eintritt bezahlen, was wir souverän mit unserer Jahreskarte, die wir inzwischen haben, tun.
Der Bryce Canyon ist eigentlich kein Canyon https://de.wikipedia.org/wiki/Bryce-Canyon-Nationalpark.
Er liegt am Rande einer Hochebene und ist die Abbruchkante hin zur Ebene. Wir sind ca. 5 Stunden durch den vorderen Teil, der Amphitheater genannt wird, gewandert. Es bieten sich zauberhafte Anblicke. Da die meisten Gäste des Parks nur die leicht vom Parkplatz erreichbaren Aussichtspunkte ansteuern ist man schnell in dieser wunderschönen Landschaft mit wenigen staunenden Gleichgesinnten alleine. Wir hatten tolle Nachmittags- und Abendsonne, so dass wir das beste Licht für die Wanderung hatten. Es gab tolle Anblicke und wir haben die Wanderung sehr genossen.

Bryce Canyon

Bryce Canyon


Bryce Canyon

Bryce Canyon


Bryce Canyon

Bryce Canyon


Bryce Canyon

Bryce Canyon


Bryce Canyon: Jungfrau Maria

Bryce Canyon: Jungfrau Maria


Bryce Canyon: Damen

Bryce Canyon: Damen


Bryce Canyon: Meeting

Bryce Canyon: Meeting


Bryce Canyon: Dame mit Baum vor Sandsteinwand

Bryce Canyon: Dame mit Baum vor Sandsteinwand


Bryce Canyon: Arch

Bryce Canyon: Arch


Bryce Canyon: Geschwister

Bryce Canyon: Geschwister


Bryce Canyon: Abschied

Bryce Canyon: Abschied


Später haben wir den Park verlassen und haben auch schnell einen schönen Platz für die Nacht gefunden. Den Staub des Tages haben wir mit der Außendusche des Busses abgespült. Wir freuen uns immer wieder über die neue Ausstattung des Busses. Vor der Reise haben wir einiges einbauen lassen und modernisiert. Manches davon gab es vor 30 Jahren schon, anderes ist jedoch neu. Wir wissen die Solaranlage, die Außendusche, die Schränke usw. sehr zu schätzen.

Es fällt uns schwer zu sagen, was nun das schönste bisher war. Der die tollen Felsformationen des Bryce Canyon, die Spooky Gulch oder die Arches? Wir sind gespannt auf die nächsten Tage, die uns zum Zion Nationalpark und dann als Abschluss zum Grand Canyon bringen werden.

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6 Responses to Bericht: Spooky Gulch & Hurricane Wash

  1. Susi says:

    Guten Morgen Ihr Lieben, und Happy New Year…
    es ist so schön, an Euren Erlebnissen teilhaben zu dürfen… danke dafür!
    Wir brechen gleich auf zu einer frühmorgendlichen Wanderung in die Vogesen. Nicht vergleichbar mit der Natur, die Ihr erleben dürft, aber auch schön 😉
    Ganz viele Grüße von Suse und Johannes

  2. Karola und Peter says:

    Auch wir wünschen ein gesundes Neues Jahr 2016. Haben wie immer Fondue genossen und sind Eurem Honey-(Horror)-Trip gefolgt: very impressiv. Bei uns stellen sich nun sehr langsam Wintertemperaturen ein, aber kein Schnee, nur Nebel wie im
    November. Trotzdem machen wir es uns gemütlich. Liesel überwacht die 4-Schanzen-tournee. Freund hat Obersdorf gewonnen, jetzt ist Garmisch-Partenkirchen dran. Soviel news für die Sportlehrerin. Für viele weitere Abenteuer wünschen wir Glück und gutes Gelingen oder – wie der Italiener sagt: in bocca di lupo !!!! Karola und Peter am Neujahrsnachmittag.

  3. Doro says:

    Jert, du Juter,
    liebe Claudia (bist natürlich auch ´ne Jute!),

    zuerst mal: Ein wunderbares 2016 euch beiden! Wie und wo habt ihr das neue Jahr begrüßt?

    Ich denke immer mal wieder an euch – auch wenn es mit dem Schreiben bislang etwas gehapert hat, ich geb´s ja zu…
    Bin begeistert von den super Bildern und den detaillierten Berichten, diesen Slot Canyon finde ich besonders wow, man kommt sich vor wie im Kino.

    Lasst es euch weiterhin gut gehen und bis bald mal wieder (versprochen),

    Küsschen
    Doro + Thomas

  4. rossi says:

    …na toll, jetzt hab ich Fernweh!

  5. Judy Scott says:

    This looks awesome. I have been to Bryce Canyon. Very beautiful.

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