Bericht: Las Vegas, Southern California und La Bufadora

Nach dem Besuch des Valley of Fire müssen wir uns nun wieder an das „richtige Leben“ gewöhnen. In den Nationalparks trifft man hauptsächlich entspannte und glückliche Menschen, die weiß sind, der Mittelschicht angehören, Urlaub haben und sich diese Reise auch leisten können, zumeist Rentner. Große Städte und deren Bevölkerung sahen wir schon eine Weile nicht mehr. Dafür großartige Natur.mmm

Nun fahren wir nach Vegas. Claudia hat eigentlich wenig Lust auf die Casino- und Kongressstadt. Aber sie liegt auf dem Weg nach LA, also verbringen wir eine Nacht auf einem großem Campingplatz am Ende des Strips. Der Platz gehört natürlich auch zu einem Casino. Am frühen Abend spazieren wir den Strip entlang und kommen an all den großen Casinos vorbei, die mit tollen Kulissen um die Aufmerksamkeit der Gäste buhlen. Seit meinem letzten Besuch 1993 ist viel passiert. Die damals angesagten Casinos wirken heute etwas verstaubt und ihr Glanz scheint vergangen. Die Gestaltung wird immer aufwändiger, um sich von den anderen Casinos abzuheben. Ganze Stadtlandschaften werden gebaut. Vor einer Kulisse von Venedig mit dem Dogenpalast kam man mit einer Gondoliere über einen Kanal fahren, unter der Seufzerbrücke hindurch, am Markusplatz vorbei bis zum Campanile und zurück.
Mit diesen und anderen Attraktionen werben die Casinos um Gäste. Vegas ist aber inzwischen auch ein bedeutender Kongressstandort, einige große Messen finden in der Stadt inzwischen ebenfalls statt.

Las Vegas

Las Vegas

Lass Vegas

Lass Vegas

Klein Venedig in Las Vegas

Klein Venedig in Las Vegas

Klein Venedig in Las Vegas

Klein Venedig in Las Vegas

Wir schauen uns einige Casinos an, spielen an Automaten und verlieren. Viel Geduld haben wir dabei nicht, auch sind wir nach der langen Fahrt des Tages müde und gehen nach dem Bestaunen der Wasserspiele vor dem Casino Bell Agio wieder zum Campingplatz zurück.

Casino Bell Agio

Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio

Wasserspiele am Casino Bell Agio


Freitag, den 09.10.2015
Am Vormittag haben wir via booking.com ein Hotelzimmer in LA bestellt und sind dann losgefahren. Zuvor haben wir noch einen Ölwechsel bei JefyLub gemacht. Es war der erste Ölwechsel nach ca. 9500 km. Der war nun wirklich fällig. Das Öl haben wir bei Walmart gekauft.
Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Zwischen Vegas und LA führt die Strecke durch die Mojave Wüste, es ist sehr heiß. In der Ferne sehen wir die Spiegel riesigeR Sonnenkraftwerke. Hier sind sie genau richtig.
Sonnenkraftwerk in der Wüste bei Las Vegas

Sonnenkraftwerk in der Wüste bei Las Vegas


Gegen Abend erreichen wir den Großraum von LA. Ein Gewirr von Autobahnen. Orte mit bekannten Namen wie Pasadena werden angekündigt und liegen schon wieder hinter uns. Die Interstaates sind voll, auf 4 bis 6 Spuren sucht jeder seinen Weg durch dieses Labyrinth. Über uns eine Autobahnbrücke, unter uns eine kreuzende Autobahn, dann gleich Ab- und Auffahrt und Autos dicht an dicht. Dahinter blinken die Lichter der Stadt. Claudia fährt und bringt uns sicher durch diesen Dschungel.
Man sieht auch zunehmend kleinere Autos auf den Straßen. Damit hat es Fiat jetzt auch auf den US-Markt geschafft. Seit dem Fiat Chrysler Deal von Sergio Marchionne fährt der kleine Fiat 500 jetzt auch auf US-Straßen.
Gegen 21:00 Uhr kommen wir in unserem Hotel in Redondo Beach an. Der Ortsteil liegt im Südwesten der Stadt. Hier sind die Surfer zu Hause. Auf den Straßen sieht man immer wieder europäische Autos, gerne auch gepflegte alte Porsches und dann noch einen edlen VW-Bus dazu, T1 oder T2. Da passt das Surfbrett sehr gut rein. Abends waren wir gleich noch am Stand spazieren. Der Besitzer eines Restaurants erzählte uns stolz von seinen Porsches und wo wir mit unseren Bus zu einer Garage/Werkstatt könnten.

Samstag, den 10.10.2015
Nach dem morgendlichen Lauf am Meer und dem Frühstück sind wir zur Garage „Automeister“ gefahren, es war leider zu. Davor standen tolle VW-Busse und wir waren ganz begeistert. Wir werden am Montag wieder kommen. Dann haben wir den Bus in der Nähe des Strandes abgestellt und waren den ganzen Tag mit den Rädern am Manhattan- und am Hermosa Beach unterwegs. Von der Seebrücke des Manhattan Beaches haben wir einen großen und einen kleinen Hai gesehen, der in Richtung Ufer schwamm. Ein Angler hat die Badenden mit lauten Rufen gewarnt. Claudia meinte, es war eine Haimutter und sein Junges. Das Junge wollte zum Spielen zum Strand, die Mutter hatte Mühe es vom Strand abzudrängen.

"Steherpaddeln"

„Steherpaddeln“


Wir treiben uns den ganzen Tag am Stand und in den strandnahen Stadtteilen rum. Es geht sehr entspannt zu, man fährt Rad, spielt am Beach, flitzt mit den Inlineskates durch die Gegend und trifft sich in den Cafés und Restaurants mit Freunden.
Beach in LA

Beach in LA

Strandpromenade in LA

Strandpromenade in LA

Strandpromenade in LA

Strandpromenade in LA

Strandpromenade in LA

Strandpromenade in LA

Abendstimmung in LA

Abendstimmung in LA

Abendstimmung in LA

Abendstimmung in LA

Am Sonntag, den 11.10. 2015 haben wir die Getty Villa und des Getty Centers besucht. Mit der Getty Villa in Malibu hat Paul Getty, der mit Öl reich geworden ist, etwas Einzigartiges geschaffen. Direkt an der Pazifikküste hat er die Villa dei Papiri aus dem verschütteten Herculaneum bei Neapel nachgebildet. Da Claudia mit ihren Lateinkursen neben Pombeji auch immer wieder Herculaneum besucht sind wir natürlich dorthin gefahren, um uns diese Interpretation der Villa dei Papiri anzusehen. In der Fachwelt ist so ein nachempfundener Bau natürlich sehr umstritten. Ich jedoch fand das Gebäude und die Ausstellung sehr schön. Anstatt mit Blick über den Golf von Neapel ist man nun nah am Pazifik, was ja auch nicht schlecht ist.

Villa dei Papiri in LA

Villa dei Papiri in LA

Villa dei Papiri in LA

Villa dei Papiri in LA

Villa dei Papiri in LA

Villa dei Papiri in LA

Die zwölf Taten des Herakles

Die zwölf Taten des Herakles

Villa dei Papiri

Villa dei Papiri

wie wahr...

wie wahr…

Nun sind wir auf den Geschmack gekommen und fahren gleich noch zum Getty Center.

Bahnhof des Getty Centers

Bahnhof des Getty Centers

Eingangsbereich des  Getty Centers

Eingangsbereich des Getty Centers

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Das ist schon fast ein kleiner Stadtteil in LA. Mit einer eigenen Bahn fahren die Besucher von der Tiefgarage auf das eigentliche Museumsgelände und haben dort eine Auswahl zwischen verschiedenen Museen und tausenden Kunstwerken. Wir haben leider nur noch wenig Zeit und können uns kaum entscheiden. Die Gebäude, die Blicke in die Landschaft und runter in die Stadt sind für sich schon den Besuch wert.
Getty Center

Getty Center

Getty Center

Getty Center

Getty Center

Getty Center

Wir verbringen noch einige Tage in LA. Erst am Mittwoch fahren wir los in Richtung Long Beach und San Diego. Im Süden von LA besuchen wir noch die Wayfarers Chapel, eine gläserne Kirche hoch über dem Pazifik, die von Lloyd Wright, dem Sohn von Frank Lloyd Wright, gebaut wurde. Die wunderbar transparente Kirche ist in einen schönen Garten eingebettet.
www.wayfarerschapel.org

Wayfarers Chapel (Quelle: www.wayfarerschapel.org)

Wayfarers Chapel (Quelle: www.wayfarerschapel.org)

Wayfarers Chapel

Wayfarers Chapel

Wayfarers Chapel

Wayfarers Chapel

Estados Unidos Mexicanos

Estados Unidos Mexicanos


Nun geht es nach Mexico. Aber zuerst kommen wir am riesigen Hafengelände von Long Beach vorbei. Es ist der zweitgrößte Hafen der USA und der zehntgrößte der Welt. Hier kommen chinesische Waren in die USA, die man überall sieht. Manchmal hat man das Gefühl, dass es kaum noch eine eigene Produktion in den USA gibt. Überall prangt Made in China.
In San Diego nehmen wir Abschied von den USA, unserer ersten Station auf der Reise. Wir haben viel gesehen, interessante Menschen kennengelernt, Judy wiedergetroffen und tolle Erlebnisse in den Nationalparks gehabt. Als letzten Akt heben wir als kleine Reserve noch Dollars ab, die in den Tiefen des Busses verschwinden.
Dann geht es zum Grenzübergang. Der Verkehr wird immer dichter. Die vier Spuren sind voll, die Fahrzeuge bewegen sich im Schritttempo. Rechts und links der Straße sind hohe Zäune. Auf einmal geht es ganz schnell. Die Kolonne fährt einen Bogen, dann stehen mexikanische Grenzer vor uns und bitten zur Kontrolle. Auf der US-Seite gab es keine Kontrollen, die Grenze war auch nicht so richtig ersichtlich. Der Polizist spricht kein Englisch,aber er hatte einen Dolmetscher zur Seite. Die Kontrolle schien nicht spezifisch, man wollte uns gleich weiter fahren lassen. Wir merkten jedoch an, dass wir einen Beleg der Ausreise brauchen und die mexikanische Touristenkarte. Man erklärte uns, dass wir zum Übergang für Fußgänger müssten und dort alles bekämmen. Wir verlassen also die Kolonne und parken neben den Fahrzeugen der Grenzer. Hier passieren wir die Grenze in entgegengesetzter Richtung zu Fuß nochmal. Uns erschien das sehr komisch. Die Grenzer kannten das Spiel wohl schon. Wir bekamen unsere Stempel in die Pässe, die Touristenkarten für 6 Monate, haben bezahlt, das Versprechen gegeben den Tequila zu genießen und dann spazierten wir durch die leeren Sicherheitskontrollen für Passanten zurück.
Grenzanlage zwischen Mexico und den USA

Grenzanlage zwischen Mexico und den USA


Wir sind in Tijuana, Mexico. Jeder zweite US-Amerikaner, dem wir erzählten, wir würden nach Mexico reisen, hat uns dringend gewarnt: „Hier herrscht Drogenkrieg!“ Die Innenstadt Tijuana liegt genau an der Grenze. Wir versuchen mit dem Auto unseren Weg zu finden. Ich wollte in der Innenstadt eine Telefonkarte kaufen und tanken. Das mit der Telefonkarte haben wir in der chaotischen Innenstadt dann doch gelassen. Die Stimmung ist etwas gereizt. Wir fahren mehrfach dieselbe Strecke, um die richtige Abfahrt zu finden. Wir holpern über riesige Schlaglöcher, der Müll am Straßenrand liegt breit verstreut. Bei der Suche nach der Straße nach Ensenada kommen wir durch ein Viertel mit engen steilen Straßen, die der Bus kaum bewältigt. Wir wollen in eine große Straße einbiegen, da fährt uns fast ein riesiger Truck um, der beim Abbiegen die Kurve schneidet, es war sehr knapp. Irgendwann nach mehreren Schleifen fahren wir auf einer Mautstraße nach Ensenada, die Küste der Baja California nach Süden runter.

In

 Ensenada

Ensenada

wollen wir einen Sprachkurs machen. Die Stadt verspricht nicht viel, eher gar nichts. Aber der Kurs soll uns helfen in Mexico anzukommen. Wobei Kenner anmerken, dass die Baja California nichts mit Mexico zu tun hat. Die beiden Mexikanischen Bundesstatten auf der Baja sind eine Mischung zwischen den USA und Mexico. OK, wir lassen uns überraschen.
Es ist Freitag, der Sprachkurs geht am Montag los. Wir spazieren etwas durch die Stadt und verlassen sie dann für das Wochenende in Richtung Süden nach La Bufadora.
Über schlechte Straßen kommen wir durch dreckige Ortschaften, wir sehen sehr viele Gewächshäuser und LKWs, die Gemüse transportieren. Der Verkehr ist dicht, an den Dieselqualm der alten Fahrzeuge werden wir uns wohl gewöhnen müssen.
Bei La Bufadora haben wir einen Standpatz auf dem Grundstück eines Mexikaners gefunden, gegen 70 Pesos (ca. 3,34 €) konnten wir bleiben, das Internet, die Toilette und Dusche nutzen.
La Bufadora ist eine Touristenattraktion in der Region. Eigentlich ist es eine sogenannte Brandungsgasse, in der die Wellen reinschlagen, ein lautes tiefes Grollen ertönt und Wasser spritzt hoch in die Luft. Es ist ein schönes Vergnügen, besonders für Kinder, wie auch für mich.
La Bufadora

La Bufadora

La Bufadora

La Bufadora

Am Sonntagnachmittag fahren wir nach Ensenada. Für die Woche Sprachkurs haben wir eine Ferienwohnung bei Patty gemietet. Die Wohnung befindet sich in einer etwas besseren Gegend der Stadt.
Am Abend waren wir noch spazieren in der Gegend. Wir haben ein „Wegebier“ genommen und Churros kennengelernt. Mit viel Geduld standen ganze Familien an einem dunkeln Straßenrand. Zwei Männer haben dort die Churros frisch zu bereitet und dies geradezu zelebriert. Irgendwann sind auch wir mit dem leckeren Fettgebäck heimgegangen. Soviel steht fest: Mexico schmeckt schon mal sehr gut.
Hier ein paar Rezepte dazu: http://www.chefkoch.de/rs/s0/churros/Rezepte.html

Ab Montag fahren wir jeden Morgen mit den Rädern runter in die Stadt zu unserem Kurs. An einem Kiosk probieren wir nach einigem Zögern Tacos de Pescado und wissen nun, dass wir hier richtig sind.

Hier als Empfehlung für Ruth und die Damen von Italienischkurs: http://javirecetas.hola.com/tacos-de-pescado-buenisimos/

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