Bericht: In der Mitte Amerikas

Die Mitte Amerikas, die Länder südlich von Mexico bis zum Darién Gap zwischen Panama und Kolumbien, sind die nächste Großetappe der Reise. Nach den großen Ländern des Nordens kommen jetzt viele kleine Länder, dauernde Grenzkontrollen und auch etwas Sorge, wie die Sicherheitslage in diesen Ländern ist. Das Verlassen von Mexico fällt etwas schwer, wir haben uns eingewöhnt, mögen Land und Leute, wissen, wie „es läuft“ und müssen uns nun wieder umstellen.

Warnschild

Warnschild


Am Montag, den 21.12.2015 fahren wir von der mexikanischen Stadt Chetumal nach Belize. Aber zuerst kommt die Grenzstation. Nach der Immigrationskontrolle mit einer langen Reihe wartender Menschen, gerade kam ein Bus mit vielen Reisenden an, muss Claudia, als Halterin des Busses, alleine mit dem Auto einige Stationen erledigen. Desinfektion, dann Zoll nebst Gebühren usw. Dann kommt sie rüber nach Belize, wo ich schon warte. Wir fahren weiter nach Orange Walk Town.
Die Fahne von Belize

Die Fahne von Belize


Das Städtchen ist in den Abendstunden geschäftig und doch geht es entspannt zu. Wir übernachten im Bus bei einem Restaurant. Es liegt direkt am ruhig dahin mäandrierenden New River. Wir essen lecker und ich verbringe den Abend mit zwei Dresdner Jungs. Reisende haben sich immer viel zu erzählen. Claudia schläft schon, die letzten Tage ging es ihr nicht so gut, nun wird es langsam besser.
New River in Belize

New River in Belize


Am nächsten Morgen fahren wir weiter zum Belize Zoo. Die Gründung des Zoos geht auf Filmarbeiten über den tropischen Wald zurück. Als die Arbeiten fertig waren, hatte man viele Tiere, die eine „Rolle“ spielten, die nun irgendwo bleiben mussten. So gründete die Verantwortliche für die Tiere den Zoo, in dem heute auch aufgefunden, verletzte und sogenannte Problem-Tiere eine Heimat finden.
http://www.belizezoo.org/
Uns gefällt der Zoo sehr. Es ist nicht vergleichbar mit unseren städtischen Zoos und Tierparks. Die Tiere sind viel näher an ihrer natürlichen Umgebung. Nur die Brüllaffen machen ein fürchterliches Gebrüll, was wahrscheinlich die anderen Tiere nervt – so macht man sich unbeliebt im Zoo.

Auf der Fahrt nach Süden in Richtung St. Ignatius kommen wir an dem Dorf Belmopan vorbei. Uns fällt dort nichts weiter auf. Wir lesen jedoch später, dass dies die Hauptstadt des Landes und der Regierungssitz sind. Belize City war aufgrund der regelmäßigen Hurrikans zu gefährdet. Auf dem Weg nach Süden machen wir noch einen Abstecher in die Region, wo die deutschstämmige Mennoniten leben. Wenn man deren Siedlungsgebiete betritt, sieht es anderes aus. Eher wie in der Schweiz oder den USA. Große gepflegte Weide- und Anbauflächen, schmucke Städtchen und Betriebsamkeit überall. Wir bekommen in einem wohlsortieren Ersatzteilladen ohne Probleme den gewünschten Luftfilter für unseren 81er VW-Bus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mennonitische_Auswanderung
Als wir dann deren Gebiet verlassen, zeigt sich wieder die etwas andere karibische Lebensart. Auf der Fahrt durch Belize führt uns unsere Route nicht an die Küste, wir nehmen uns nicht viele Zeit für das Land, was ihm sicher nicht gerecht wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Belize

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