Bericht: Great Smokey Mountains

Über Raleigh und Ashville fahren wir in die Great Smokey Mountains, die in den Bundesstaaten North Carolina und Tennessee liegen.
Unser erstes Ziel ist der National Forest Campground am Fontana Stausee direkt an der Grenze des Nationalparks. Der Campground ist sehr schön gelegen und gut ausgestattet. Wir machen eine kleine Radtour, nehmen eine Bad im See und kochen im Bus während die Nacht heraufzieht.

Dame beim Bade

Dame beim Bade

In Ermanglung eines Haarnetzes oder einer Badekappe nutzt Claudia den Fahrradhelm. Die Amis haben nicht schlecht geguckt. Am nächsten Tag haben es einige von ihnen allerdings auch versucht. Mal sehen, ob der neue Trend bis Europa kommt…

Am nächsten Tag machen wir unsere erste richtige Mountainbiketour. Die Route ist extra für Mountainbikes ausgewiesen. Es geht auf engen Pfaden und Wegen steil auf und ab, es gibt einige Bachdurchfahren. Wir gelangen an den Ufer des Stausees und haben großartige Blicke auf das Gebirge. Auf dem Weg sieht Claudia eine schwarze Schlange, ca. 1,5 Meter lang, die sich aber in den Busch davon macht. Später lasen wir, dass sie nicht giftig ist.

Mountainbiketrails

Mountainbiketrails

Fontana Stausee

Fontana Stausee

Fontana Stausee  2

Fontana Stausee 2

Mountainbikerin

Mountainbikerin

Closeup

Closeup

Wir gelangen sicher wieder auf den Zeltplatz und merken, dass Mountainbiking durch aus etwas anderes ist als Radfahren, selbst wenn es lange Touren sind. Es zwickt an ganz ungewohnten Stellen.

Claudias Mountainbike

Claudias Mountainbike

Hier seht ihr Claudias neues Fahrrad. Vielen Dank für das schöne Geschenk, wir werden damit noch erkunden und erleben.

Am nächsten Morgen fahren wir in den eigentlichen Nationalpark und besuchen u.a. das Visitorcenter und wandern im zentralen Teil der Great Smokey Mountains.

Great Smokey Mountains

Great Smokey Mountains

Great Smokey Mountains

Great Smokey Mountains

Im Gebirge gibt es neben den Aufforstungen noch etwas vom Primärwald. Es ist nicht mit unseren Forsten zu vergleichen. Es ist Urwald mit dichtem Unterholz. Vom Weg abzuweichen ist hier fast nicht möglich und auch nicht ratsam. Hier leben u.a. Schwarzbären. Ich wandere einen Teil der Strecke alleine weiter. Dabei ist immer das Gefühl präsent, dass hier auch Bären leben. Eine solche Begegnung möchte ich nicht erleben. Bei einem Wanderlager sehe ich die Vorrichtung zum Schutz der Lebensmittel der Wanderer vor Bären.

Bärensicherung

Bärensicherung

Am Abend verlassen wir das Gebirge und fahren nach Pigeon Forge in Tennessee auf den dortigen privaten Zeltplatz. Dort komme ich ins Gespräch mit Keen. Er lebt wie andere auch in einem Trailer als Dauergast auf dem Zeltplatz. Er kommt auf uns zu und will wissen, wie die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland sind. Es scheint ihm nicht gut zu gehen. Wie immer wieder auch andere Gesprächspartner, berichtet er begeistert von seiner Zeit bei der US-Army in Deutschland. Sie hätten viel Grass geraucht, Bier getrunken und ein gutes Leben gehabt. Nach seiner Scheidung ist er in Pigeon Forge gelandet. Nun lebt er hier im Trailer mit wenig Hab und Gut. Aber „er will sich nicht beklagen“.
Später lese ich, dass im Umfeld von Städten seit der Immobilien- bzw. Finanzkrise sehr viel mehr Menschen dauerhaft in Trailern auf Zeltplätzen leben. Auf privaten Zeltplätzen haben wir das noch mehrfach so erfahren.

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2 Responses to Bericht: Great Smokey Mountains

  1. Elke says:

    Hey ihr beiden,
    super wie ihr euch das Programm zusammenstellt: Städte, Kultur, Sport und Natur. Ich bin schon richtig neidisch!
    Genießt die Zeit weiter und schafft euch tolle Erinnerungen.

  2. henschel says:

    in den Bergen aber anscheinend auch auf dem Wasser die kleinen Glöckchen am Rucksack nicht vergessen. So sind die Bären, Schlangen und Alligatoren nict ganz so überrascht von eurem Besuch. Eure Reise liest sich schön, macht Lust auf Wegfahren. Weiter so!

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