Bericht: Baja California – Mexico light

An unserem letzten Abend in Ensenada haben wir ein Konzert in einem Kulturhaus besucht. Tickets sollte es vor Ort geben. Das Interesse war so groß, dass der Saal nicht ausreichte. Kurzerhand hat das Orchester die Instrumente und Stühle zusammengepackt und im weitaus größeren Vorraum wieder aufgebaut, so dass alle Gäste der Musik lauschen konnten. Neben Klassikern wie Mozart und Beethoven gab es uns unbekannte mexikanische/spanische Klassik, die sehr schön war. Es ging sehr lebendig und enthusiastisch zu. Am Ende gab es noch einen flammenden Appell und eine Unterschriftensammlung, um die Finanzierung der Orchesterarbeit und der Nachwuchsentwicklung auch zukünftig zu sichern.
Ein anderes schönes Detail an diesem Abend waren die eindrucksvollen Plastiken aus Anlass des Día de los Muertos, mit denen das Kulturhaus geschmückt war.


Mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Toten

Nach der Woche Spanischunterricht in Ensenada verlassen wir dann am Samstag, den 24.10.2015 die Stadt und besuchen das Weintal Valle Guadelope nördlich von Ensenada. Hier gibt es exzellenten Wein, es ist Mexicos größtes Weinanbaugebiet. Auch wir mussten dann gleich ein paar Flaschen im Bus verstauen. Dann haben wir uns endgültig auf den Weg in Richtung Süden gemacht. Das ist die vorherrschende Richtung für die nächsten Wochen und Monate.
An der Bahía San Quintín verbringen wir eine der nächsten Nächte. Unser Panorama-Bus steht oben auf dem Kliff, wir haben die beste Aussicht auf den Pazifik. In der Nähe ist ein kleiner Ort, ansonsten ist weit und breit niemand. Wir gehen spazieren, kochen und genießen diesen tollen Platz.
Wir folgen weiter der einzigen Straße über die Baja nach Süden. Die etwas mehr als 1250 km lange Halbinsel Baja California ist in großen Teilen eine Wüste. Größere Ortschaften gibt es vor allem im Norden, der bereits hinter uns liegt. Breite Landstriche sind nahezu unbewohnt. Dafür gibt es eine Vielzahl von Kakteen für die die Baja berühmt ist.

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen und Vulkan auf der Baja California.

Kakteen und Vulkan auf der Baja California.

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen mit Bus auf der Baja California

Kakteen mit Bus auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Kakteen auf der Baja California

Die Nächte sind klar und angenehm frisch. Bei Vollmond ist die Wüste am schönsten. In einer solchen Nacht stehen wir im weiten Land inmitten von großen Kakteen, auf einmal kommen weiße Rinder, die in einer open Range gehalten werden, vorbei und trotteten sehr majestätisch den Weg entlang. Ein tolles Schauspiel.
Die Wege sind auf der Baja sehr lang, es gibt wenige Ortschaften und manche Tankstellen auf der Karte gibt es in der Realität nicht mehr bzw. sie sind sehr schlicht gehalten.

Improvisierte Tankstelle

Improvisierte Tankstelle


Wir tanken bisher nicht aus solchen Kanistern, da man nicht weiß, was da wirklich drin ist. Aber es kommt bestimmt der Tag, an dem diese Bedenken keine Rolle mehr spielen.
Einige Woche später stellen wir bei einem Werkstattbesuch fest, dass sich Wasser im Benzinfilter befindet. Es braucht also keine Betankungen aus Kanistern. Wasser bekommt man auch an regulären Tankstellen als Beimischung…
Ich werde also die Benzinfilter öfters reinigen bzw. wechseln.

In der Sierra de San Francisco besichtigen wir Felszeichnungen. Ein schöner Pfad führt vom Parkplatz in die Höhle. Die dann doch eher eine kleine Boofe ist. Aber immerhin.
Wie wir jetzt hier in Bogotá (21.02.2016) gelernt haben, kann man die Bedeutung dieser Höhlenzeichnungen eigentlich nur aus dem Kontext der sonstigen archäologischen Forschungsergebnisse interpretieren. Stimmt`s Rossi? Tafeln am Rand des Pfades erhellen etwas den Hintergrund. Es soll in der Region noch weitere Vorkommen von Felszeichnungen geben.

Felszeichnung

Felszeichnung

Felszeichnungen

Felszeichnungen


https://de.wikipedia.org/wiki/Felsmalerei
Kaktusköpfe

Kaktusköpfe

Kaktuskrieger

Kaktuskrieger

Dann wenden wir für einen Abstecher nach Osten und fahren zur Bahia Los Angeles an den Golf von Kalifornien.
Hier am Daggets Beach verbringen wir ein paar Tage und hören zum erstmal von den Walhaien, die es in der Bucht geben soll. Das sind die größten Fische, sie können bis zu 13 Meter lang werden. Sie ernähren sich von Plankton und lassen Menschen bis auf wenige Meter an sich heran.
Mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Walhai

Walhai (Fremdfoto)

Walhai (Fremdfoto)


Leider bekommen wir sie in der Bucht nicht zusehen. Eine Bootsfahrt muss wegen starken Windes ausfallen. Wir beschränken uns auf häusliche Arbeiten, Claudia backt ihr erstes Brot mit dem schwedischen Wunderofen. Es ist gut geworden. Ich warte den Ersatzkocher, unseren guten alten Wisperlite. Wir machen Strandwanderungen, fahren Rad und flicken wiedermal die Reifen.

In Mexiko sehen wir immer wieder tolle Käfer, die sehr liebevoll gepflegt werden und offensichtlich mit den harten Bedingungen auf den Straßen gut klar kommen.

Offroad-Kafer hecho en Mexico

Offroad-Kafer hecho en Mexico

auch ein luftgekühlter Boxermotor

auch ein luftgekühlter Boxermotor

An einem Abend kommen Kristin und Stephan aus Leverkusen mit ihrem „Weißen Riesen“ an. Wir freunden uns sofort an und haben einen schönen Abend beim Wein und erzählen uns gegenseitig die Reisegeschichten.
Im Gegensatz zu uns haben sie ihren VW-Bus zuhause gelassen und sich in den USA einen Dodge-Camper gekauft. Etwas größer als ein VW-Bus, mit mehr Komfort und weiteren Vor- und Nachteilen. Ein tolles Auto. Und bis jetzt, Februar 2016, sind Stephan und Kristin sehr gut damit unterwegs. Wir erwarten Sie bald hier in Ecuador.
Am nächsten Morgen beschließen wir gemeinsam weiterzufahren.
Der Plan war bei Santa Rosalita am Pazifik eine einsame Bucht zu finden. Was dann auch klappte. Es war ein wunderschöner Strand nur für uns. Vom letzten Ort mussten wir noch einige hundert Meter über eine schlechte Piste fahren, dann haben wir den Strand erreicht. Das Hinterland war sehr dreckig, eigentlich war es eine Müllhalde, breit in der Fläche verteilt. Am Strand war es hingegen sehr schön. Wir haben den Abend beim Lagerfeuer verbracht, Stephan erweist sich als echter Pyromane. Hier hätte man mehrere Tage bleiben können.

Am Strand bei Santa Rosalita am Pazifik

Am Strand bei Santa Rosalita am Pazifik

Am Strand bei Santa Rosalita am Pazifik

Am Strand bei Santa Rosalita am Pazifik

Am Strand bei Santa Rosalita am Pazifik

Am Strand bei Santa Rosalita am Pazifik

Jedoch sind wir am nächsten Morgen weitergefahren. Wir wussten, viele tolle Strände warten noch auf uns.
Das nächste Ziel ist Guerro Negro. Hier sind im Park bereits erste Vorkehrungen für den Diaz de los Muertos getroffen.

erste Vorkehrungen für den Diaz de los Muertos

erste Vorkehrungen für den Diaz de los Muertos

erste Vorbereitungen für den Diaz de los Muertos

erste Vorbereitungen für den Diaz de los Muertos


Das Ziel des Tages war San Ignacio, eine kleine Oase in der Wüste. Die Ausgangpunkte der Orte auf der Baja sind zumeist kleine Missionsstationen mit einer Kirche. San Ignacio ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Der Wege führte durch Kakteenwälder und weite Landschaften die immer wieder von Mesas und prächtigen Vulkankegeln verziert werden.
Abends kamen wir in San Ignacio an. Das Örtchen liegt an einem Fluss mit Palmenhainen, wie in einer afrikanischen Oase.
Oase auf der Baja California

Oase auf der Baja California


Hier fanden wir einen bescheidenen Campingplatz, der für die Nacht ausreichte.
Sonntag, den 01.11.2015
Morgens haben wir die sehr schöne Plaza von San Igancio erkunden, ein alte Missionskirche zur Bekehrung der Indios steht an einem schönen schattigen Platz, der von kleinen Häusern eingefasst wird.
Missionskirche von San Igancio

Missionskirche von San Igancio

Dann fahren wir weiter nach Mulege an die Golfküste. Vorher haben wir jedoch noch einen Abstecher zu einem Vulkan und einem Ecodorf gemacht. Touristische Angebote werden gerne mit dem Attribut „Eco“ ergänzt. Was das wirklich bedeutet bleibt etwas offen. Am Ende der Piste war ein Geothermiekraftwerk in dem am Fuße des Vulkans Erdwärme gewonnen wurde.

Vulkan auf der Baja California

Vulkan auf der Baja California

Claudia, Stephan & Kristin

Claudia, Stephan & Kristin

Gewinnung von Erdwärme ‎(Geothermiekraftwerk)

Gewinnung von Erdwärme ‎(Geothermiekraftwerk)


Dann haben wir uns ein tolles Plätzchen am Meer gesucht und auch gefunden. Dazu ging es einige Kilometer über eine sandige Piste. Ich habe mich im Angeln versucht und doch wirklich etwas gefangen. Abends gab es Fisch am Lagerfeuer.
Abendplatz

Abendplatz

Montag, den 02.11.2015
Heute ist Diaz de los Muertos, wir fahren noch mal nach Mulege zurück, um die dortigen Feiern zu erleben. Auf der Plaza gibt es ein Kinderfest und der Friedhof wird geschmückt. Aber das ist eigentlich schon alles. Die versprochene wilde Fete auf dem Friedhof blieb aus. Jemand sagte uns, dass man auf der Baja nicht so wild feiert. Die Baja ist eben doch nicht wirklich Mexico.

Diaz de los Muertos in Mulege

Diaz de los Muertos in Mulege

Geschmückter Friedhof in Mulege

Geschmückter Friedhof in Mulege

Geschmückter Friedhof in Mulege

Geschmückter Friedhof in Mulege

We too...

We too…


An dem Nachmittag sind wir noch weiter zu Bahia Conception gefahren und haben einen schönen Platz am Coyote Beach gefunden.
der Strand wird inspiziert

der Strand wird inspiziert

unser Lieblingsstellplatz

unser Lieblingsstellplatz

Kanadier, die hier schon einige Wochen campten berichteten uns von den Walhaien, die hier in der Bucht regelmäßig anzutreffen sind.
Am Morgen haben wir die Walhaie dann auch wirklich gesehen. Es waren Taucher draußen, die sehr nah herankamen.

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Walhai in der Bahia Conception

Claudia is ready to get closer

Claudia is ready to get closer


Als wir dann ins Wasser gehen, blieben die Walhaie jedoch zu weit draußen. Am Nachmittag waren sie dann auch nicht mehr in der Bucht. Am frühen Abend bittet Claudia die Klasse zum Spanischunterricht.
In den folgenden Tagen sehen wir die Walhaie immer wieder. Die Mädels trauen sich, schwimmen raus und kommen ihnen sehr nahe. Jedoch ist wegen dem Plankton unter Wasser nicht viel zu sehen. Zum einen ist das sehr schade, zum anderen wäre Claudia womöglich das Herz stehen geblieben, wenn ein planktonschluckendes 2 Meter Maul vor ihr aufgetaucht wäre. Ich habe mich gleich gar nicht ins Wasser getraut.
Finne des Walhais

Finne des Walhais

nah dran...

nah dran…

noch näher dran

noch näher dran

Kristin und Claudia halten Ausschau

Kristin und Claudia halten Ausschau

vor dem abendlichen Reitvergnügen

vor dem abendlichen Reitvergnügen

ein echter Indianer, unser Guide, reitet natürlich ohne Sattel

ein echter Indianer, unser Guide, reitet natürlich ohne Sattel

immer noch beim Reitvergnügen

immer noch beim Reitvergnügen

Coyote Beach an der Bahia Conception

Coyote Beach an der Bahia Conception

Steilufer an der Bahia Conception

Steilufer an der Bahia Conception

Bahia Conception

Bahia Conception

Claudia und Kristin bei einer Wanderung  an der Bahia Conception

Claudia und Kristin bei einer Wanderung an der Bahia Conception

Begegnung an der Bahia Conception

Begegnung an der Bahia Conception

"Naturform"

„Naturform“

Strand mit Palapas

Strand mit Palapas

Dann verlassen wir den Coyote Beach und fahren in Richtung La Paz, im Süden der Baja. Hier geht unser Fährschiff zum Festland. Wir sind jetzt schon 4 Wochen auf der Baja. Nun muss es weitergehen, wir wollen nach Mexico. In La Paz verabschieden wir uns von Kristin und Stephan, wir hatten eine tolle Zeit. Beide wollen noch zu einem Mountainbikepark auf dem Südzipfel der Halbinsel. Wir sind uns sicher, dass wir uns auf der Strecke wieder sehen werden. Das gemeinsame Ziel ist Argentinien.

Claudia, Kristin & Stephan

Claudia, Kristin & Stephan

Wir sind an Bord

Wir sind an Bord

er überlegt sich das noch...

er überlegt sich das noch…

Abendstimmung auf der Fähre

Abendstimmung auf der Fähre

Abschiedsgruß von der Baja California

Abschiedsgruß von der Baja California

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